Probleme mit der Scheide – was gibt es alles und was hilft?

Probleme mit der Scheide können Frauen in nahezu jedem Lebensalter treffen und sich oft sogar zu einem gravierenden Problem entwickeln, welches die Lebensqualität der Frau massiv beeinträchtigt. Und: Die Bandbreite der möglichen Probleme ist ebenso groß wie die möglichen Ursachen. So kann die Frau unter Scheidentrockenheit ebenso leiden wie über einen leichten Ausfluss, der unangenehm riecht, bis hin zu Juckreiz, schweren Schmerzen oder Schwellungen. In einigen Fällen ist es der Frau sogar unmöglich, den Geschlechtsverkehr auszuüben.

Während leichtere Probleme meist innerhalb von wenigen Tagen behoben sind, dauert die Behandlung bei chronischen Scheidenproblemen erheblich länger. Zunächst einmal geht es darum, die Ursache für die Probleme herauszufinden. Der Facharzt führt deshalb im unbehandelten und akuten Zustand eine Untersuchung durch. Im günstigsten Fall sollte ein Abstrich von einem mikrobiologischen Labor untersucht werden. Dadurch lässt sich herausfinden, welche Keime die Probleme verursachen und ob sich in der Scheidenflora noch weitere Keime befinden, welche die jeweilige Problematik zusätzlich begünstigen.

Nach der Untersuchung kommt die Behandlung

Da Scheidenprobleme in den meisten Fällen von Pilzen oder Bakterien verursacht werden, werden in der Behandlung üblicherweise Antibiotika oder Antimykotika eingesetzt. Sobald diese Behandlung abgeschlossen ist, erfolgt eine Nachbehandlung mit Döderleinbakterien, um die natürliche Scheidenflora wieder herzustellen.

Zwar siedeln sich diese Bakterien nicht dauerhaft in der Scheide an, jedoch verbessern sie das Milieu in der Scheide so effektiv und nachhaltig, dass sich die noch verbliebene Restflora wieder ungehindert ausbreiten kann, sodass sich der Körper der betroffenen Frau wieder selbst vor Bakterien, Viren und anderen Erregern schützen kann. Leidet die Patientin unter chronischen Scheidenbeschwerden, sollte diese Behandlung, insbesondere die Nachbehandlung über einen längeren Zeitraum erfolgen. Experten raten zu einer Behandlungsdauer von mindestens vier Monaten. Während dieser Zeit sollten die betroffenen Frauen darauf verzichten, Tampons zu benutzen. Der Grund: Zum einen können Tampons die Vaginalflora beeinträchtigen, zum anderen stellen Tampons, die mit Blut getränkt sind auch einen idealen Nährboden für die verschiedensten Keime dar.

Quelle: https://www.multi-gyn.de/

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